Wasserkraft – die Talsperre

„Wasserkraft ist eine Kraft, die stets nur Gutes schafft“… Aussage eines hochrangigen Managers eines Energiekonzerns.

Beginnen will ich meine Dokumentation über Wasserkraft mit einer Fotoserie über zwei Speicherkraftwerke. Die beiden Kraftwerke nutzen das Wasser des selben Flusses und bilden somit eine Kraftwerkskette.

Als kleine Entschuldigung sei erwähnt, dass die Konstruktionen bereits vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen, also aus einer Zeit, als die Eingriffe des Menschen in die Umwelt noch überschaubar, und die natürlichen Ökosysteme großteils noch intakt waren.

Dennoch wurde hier ein natürliches Juwel praktisch vollkommen zerstört. Dies soll als mahnendes Beispiel dienen, denn unter der Flagge des Klimaschutzes schreckt die Wasserkraftlobby gerade heute vor (fast) nichts mehr zurück.

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Dunkle Wolken über der Staumauer

Das Foto veranschaulicht den Begriff „Talsperre“. Als unüberwindbares Hindernis legt sich der dunkle Betonklotz über alles was sich ihm in den Weg stellt.

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Blick in die Tiefe

33 Meter geht es hier in die Tiefe. Das Prinzip einer Talsperre wird hier deutlich. Es gibt kein Restwasser, der Fluss wird komplett unterbrochen. Das Wasser des Stausees auf der anderen Seite der Mauer wird über ein Rohrsystem ausgeleitet und direkt dem Kraftwerk weiter talabwärts zugeführt.

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kein Restwasser

Das Flussbett ist vollkommen ausgetrocknet.

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atemberaubende Landschaftsform

Über Jahrtausende hinweg hat hier der Fluss die Landschaft geformt und sich stellenweise bis zu einhundert Meter in den Berg eingeschnitten. Dieser Prozess ist nun vorbei. Zurück bleiben ein paar Tümpel und eine kahle, leblose Mondlandschaft.

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leblose Tümpel in einer bizarren Mondlandschaft

Auch wenn sich an den Hängen rund um diese Schlucht üppige, urwaldartige Vegetation breit macht, so ändert dies nichts daran, dass ihr das Herz dieser Landschaft, nämlich der Fluss, entrissen wurde. Regen und die wenigen Rinnsale, die die steilen Felswände hinabstürzen, reichen nicht aus, um das Wasser im oberen Teil dieser Klamm wieder zum Fließen zu bringen.

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Das Überlaufbecken

Damit der Stausee bei Hochwasser nicht überläuft, befindet sich neben der Staumauer ein Überlaufbecken.

Derweil einige Kilometer flussabwärts…

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die Wiestalsperre

Nicht ganz so spektakulär zeigt sich die zweite Staustufe. Dennoch auch hier das selbe Prinzip… kein Restwasser.

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Blick nach unten ins ehemalige Flussbett

Auch diese Anlage stammt aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, wurde aber erst vor kurzem renoviert und modernisiert. Daher sieht sie wesentlich neuer aus.

Die Auswirkungen auf das Ökosystem Fluss sind die selben… es ist verschwunden.

Ganz ohne Leben ist der Fluss jedoch nicht. Gerade in den Sommermonaten sieht man immer wieder Touristengruppen mit Neoprenanzügen und Helmen sich unten in den Schluchten tummeln. Ob dies einen Beitrag zur Renaturierung und Wiederbelebung des Ökosystems darstellen soll, darf allerdings bezweifelt werden. Auf jeden Fall aber stellt Canyoning einen wesentlich schonenderen Umgang mit Wasserkraft dar, als dies die Energiekonzerne tun.

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One Response to “Wasserkraft – die Talsperre”
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  1. […] “Almbach” geht in Teil 2 noch weiter und wird sogar noch schlimmer, wie auch hier zu sehen […]



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