Magic Monday: ewig

Das Thema dieser 14. Runde von Magic Monday lautet „ewig“.

Nun, die Ewigkeit, wenn es sie denn gibt, lässt sich natürlich nicht fotografisch dokumentieren.

Was sich jedoch darstellen läßt, das sind Symbole, die man mit der Ewigkeit assoziiert:

Das Universum. Das Sinnbild schlechthin für die Ewigkeit. Währt es wirklich ewig, oder ist es doch endlich? Seit Jahrtausenden ist dies eine Streitfrage. Doch aus der Sicht eines irdischen Menschenlebens betrachtet, spielt das keine Rolle. Denn dagegen wirkt es auf jeden Fall: ewig…

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Wenn es auf der Erde etwas gibt, was den Begriff „ewig“ verdient hat, dann sind das wohl das Meer, die Berge und der Himmel über unseren Köpfen. Obwohl letzterer in Form von Wetter einem ständigen Wandel unterworfen ist, so setzt sich dieser Wandel auch ewig fort.

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Schließlich gibt es auch eine andere Form der Ewigkeit, abseits der Welt der Materie.

Eine davon hat Christina in ihrer Ausschreibung zu diesem Thema schon wunderbar umgesetzt, nämlich die wahre Liebe, die über das hormonelle Verliebt-Sein – also über das Materielle – hinausgeht und somit auf ewig bestehen bleibt. Zumindest in ihrer Reinform.

Hier möchte ich noch, ohne allzu düster erscheinen zu wollen, eine weitere Form der Ewigkeit hinzufügen. Der Tod symbolisiert für mich ebenso die Ewigkeit. Egal ob man nun an ein ewiges Leben nach dem Tod, eine Reinkarnation als ewigen Kreislauf von Leben und Tod, oder an das „Nichts“, das sich dann aber in jedem Falle auch „ewig“ hinstrecken würde, glaubt.

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Der Tod wird in unserer heutigen Gesellschaft jedoch nicht mehr als Symbol für etwas Ewiges gesehen, sondern vielmehr für das Ende. Aus diesem Grund versucht man den Tod aus der Gesellschaft auszublenden und ihn so weit wie möglich hinaus zu schieben. Gestorben wird fast ausschließlich in Krankenhäusern, weil man nicht mit dem „Ende“ konfrontiert werden möchte. Früher war der Tod allgegenwärtig, die Menschen dadurch wohl bescheidener, zufriedener und dankbarer für das Leben. Heute hingegen scheinen einige Menschen der irrsinnigen Annahme zu sein, dass auch das irdische Leben „ewig“ dauern werde… zumindest kommt einem dieser Eindruck, wenn man sieht, wie sie dem Mammon hinterher jagen…

 

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Comments
17 Responses to “Magic Monday: ewig”
  1. toffi sagt:

    toll umgesetzt, dieses herausfordernde thema! deine bilder gefallen mir sehr!

  2. Ewigkeit für sich genommen hat doch etwas Beklemmendes. Ich meine: ewig! Wer um Gottes Willen möchte denn etwas für ewig tun? Wir wissen doch: Ewig möchte man auch nicht auf einer Wolke sitzen und frohlocken! 😉
    Ich finde, Du bist das Thema sehr richtig angegangen! Und die Fotos sind nicht nur für sich sehr schön, sondern auch stimmig mit Deinem Artikel. HUT AB! 🙂

    • glex73 sagt:

      Wow, vielen Dank! 🙂
      Ja, da stimme ich dir vollkommen zu, Ewigkeit hat schon etwas beklemmendes, eben weil sich’s niemand vorstellen kann. Und alles wird irgendwann mal langweilig und öd.

  3. paleica sagt:

    wuuuuuuuuuuunderschöne bilder! besonders die sterne. und die schwarz weißen mauern. und die berge!

  4. luxuskruemel sagt:

    Wahre Worte im letzten Absatz…leider ist es so. Die Bilder gefallen mir auch sehr gut, auch mir besonders die Sterne…

    Schönes Wochenende und LG
    Chris

  5. Das sind sehr beeindruckende Himmels-Bilder, die für mich ganz klar etwas Ewiges zeigen!

    Der Tod … tja. Manchmal habe ich das Gefühl, dass einige Menschen denken, der Tod gehört zwar vom Tag der Geburt an zwingend zum Leben dazu aber nicht für diejenigen. Wenn man Tatsachen und Fakten nur stur genug ignoriert, dann wird man die Schippe schon umgehen.

    Klappt nie. Aber manche wollen es wohl nicht verstehen. Nun denn … leben wir, solange es anhält. ;o

  6. minibares sagt:

    Ein wundervoller Artikel zu dem Thema.
    Du hast dir richtig Gedanken gemacht.
    Bitte, was zeigst du auf dem viertletzten Bild?
    Das ist doch bestimmt irgendwo in England.
    Der Tod ist ewig, und er macht mir keine Angst.
    Seit ich auf den Bestatterblog gehe, habe ich viel über den Tod und die Begräbniskultur gelernt. Ich sehe das inzwischen erheblich lockerer.

  7. Dude sagt:

    „Schließlich gibt es auch eine andere Form der Ewigkeit, abseits der Welt der Materie.“

    Ewigkeit gibt es nur jenseits der Materie! Alles innerhalb der Materie unterliegt unendlicher Vergänglichkeit. https://dudeweblog.wordpress.com/2013/03/29/sein-nichtsein-unendliche-verganglichkeit-in-unwandelbarer-ewigkeit/

    Tod ist für ein Lebewesen, ein Individuum inexistent: https://dudeweblog.wordpress.com/2014/04/09/ewiges-leben-und-scheinbare-verganglichkeit-der-tod-als-blosser-ubergang-im-zeitlosen-leben-des-ewigen-bewusstseins/

    • glex73 sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Obwohl ich diesen Blog seit über einem Jahr nicht mehr pflege – nach einer kleinen Identitätskrise im letzten Jahr machte es für mich irgendwie keinen Sinn mehr – war es gerade sehr erkenntnisreich für mich, meine Sicht von damals zum Thema Ewigkeit mir vor Augen zu führen. Inzwischen ist mir bewusst, dass Ewigkeit nur abseits der Ebene des Verstandes existieren kann. Nur der Verstand gaukelt uns eine Vergangenheit und eine Zukunft und somit Linearität und Vergänglichkeit vor. Aber das Hier und Jetzt kennt weder Vergangenheit noch Zukunft und schon gar kein Datum oder eine Uhrzeit. Somit währt es ewig.

      Es ist schon erstaunlich, jedes Tier, jede Pflanze lebt immer im Hier und Jetzt und somit ewig. Nur die Menschheit ist dazu verdonnert (noch?) in der Vergänglichkeit und den mit diesem Gefühl der Vergänglichkeit assoziierten Ängsten und deren Auswüchsen – wie Neid, Gier, Hass, Gewalt, Krieg und Zerstörung – leben zu müssen.

      • Dude sagt:

        Mir geht’s zur Zeit ganz ähnlich. Sehe auch nicht mehr allzu viel Sinn drin.

        „Nur der Verstand gaukelt uns eine Vergangenheit und eine Zukunft und somit Linearität und Vergänglichkeit vor.“

        Der Verstand ist nur ein Aspekt. Die ganze materielle Schöpfung quer durch die Dimensionen unterliegt der Vergänglichkeit. Der Beweis sind schon Tiere, Pflanzen, die ja alle materiell werden und wieder vergehen. Gleich verhält es sich mit Planeten, Sonnen und letztlich dem ganzen Universum. Vgl. Veden.

        Der Schlüssel zur Ewigkeit ist das Bewusstsein.
        https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/07/bewusstsein-und-existenz/

        LG

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